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LEGATUM   Archäologie|Bauforschung|Denkmalpflege

2014: Lastrup, Linderner Straße; Gebiet B-Plan 71; Lkr. Cloppenburg

Laut Prospektion der Fläche sollte eine größere eisenzeitliche Siedlung zu ertwarten sein. Nach Abzug des Oberbodens auf der gesamten ca. 27.000 m² großen Fläche wurde aber ersichtlich, dass es sich um einen wenig genutzen Außenbereich einer Siedlung handelte. Die wenigen Befunde konnten anhand des Fundmaterials einem Wirtschaftsareal einer spätbronzezeitichen bzw. früheisenzeitlichen Siedlung zugeordnet werden. Auftraggeber: öffentliche Hand

2012 – 2013: Berlin, Breite Straße

Die Grabung im Regierungsviertel - im Herzen Berlins - deckte die Reste der Kellerräume des Kaufhauses Herzog, das seinerzeit größte Warenhaus Europas, auf. Der hier erhaltene Tresor und Reste des Fahrstuhls zeigen die moderne Ausstattung seiner Zeit. Dass die Vorgängerbauten bis ins 14. Jh. zurückverfolgt werden können, zeigen einzelne Mauer- und Pfeilerreste anhand ihres Ziegelformates und des Verbaus. Hilfreich für die klare Strukturierung der Gebäudereste war die Anwendung des Raumbuchkonzeptes in der Archäologie. weiterlesen: Tagesspiegel 12.03.2013; Tagesspiegels vom 25.07.2013 Der internationale Street Art Künstler JR nahm die Grabung im Juli 2013 zum Anlass in seinem Projekt "The Wrinkles of the City" der älteren Generation mit riesigen Schwarz-Weiß Fotografien zu gedenken. Sein Protagonist blickt am alten DDR-Bauministerium auf die Veränderung Berlins, die durch die Ausgrabung besonders deutlich wird. (weitere Infos www.museum-frieder-burda.de) Auftraggeber: öffentliche Hand

2012 – 2013: Baugebiet Helms Esch 3. und 4. BA, Essen (Oldenburg); Lkr. Cloppenburg

Ein dichtbebauter mittelalterlicher Fundplatz zeigte sich während der bauvorbereitenden Grabungen. Die Pfostenstellungen der mittelalterlichen Häuser sowie die Holzbrunnen zeigen eine längere intensive Nutzung des Gebietes im Hochmittelalter. Auftraggeber: öffentliche Hand

2013: Nörvenich, Wissersheim; Kreis Düren

Auf dem Gelände des Kiesabbaus war ein kleiner Fundplatz aufgedeckt worden. Neben Gräben, Pfostengruben und Gruben ohne nähere Ansprache konnten 13 Gräber aufgedeckt werden. Auftraggeber: privat

2013: Siegburg, Abtei St. Michaelsberg

Suchschnitte sollten klären, ob durch die Neubebauung im Bereich der Abtei Reste der im 17. Jh. errichteten schwedischen Befestigungsanlage vorhanden sind. Auftraggeber: privat weiterlesen: Generalanzeiger Bonn 27.05.2013

013: Ortsumgehung B 68, Essen (Oldenburg), Lkr. Cloppenburg

Die bauvorbereitende Grabung fand aufgrund des geplanten Brückenneubaus bei der Umverlegung der B68 statt. Areal erbrachte eine (vorwiegend?) früheisenzeitliche und hochmittelalterliche Fundstelle. Die wenigen Funde und die nicht sehr gute Befunderhaltung weisen auf einen schon stark abgetragenen Fundplatz hin. Die Befunde deuten wie auch die Fundarmut auf ein wirtschaftliches Areal hin. In 16 Befunden wurde Holzkohle hergestellt. Darunter war ein rechteckiger Meiler, der zu den mittelalterlichen Funden passt. Vier große Befunde konnten als mögliche Werkgruben angesprochen werden. 34 Pfostengruben und 4 Pfostengruben mit Pfostenstandspuren ohne näheren Zusammenhang zeigen eine teilweise Bebauung des Fundplatzes. Auftrageber: öffentliche Hand

2011: Warle, Lkr. Wolfenbüttel

Die Reste der mittelneolithischen Siedlung weisen mit ihrem Fundgut in die Zeit des MN IV, jedoch besteht die Mehrzahl der Befunde aus Pfostengruben ohne Material. Dies und die Lage hangabwärts am Bachlauf lassen vermuten, dass es sich hier um den Wirtschaftsbereich der Siedlung handelte. Große, fast fundleere Gruben verweisen auf Lehmentnahmegruben zur Herstellung von Lehmverputz und Keramik. Auftraggeber: privat

2010/2011: Zeltplatzerweiterung bei der Hammermühle, Altendorf; Lkr. Eichstätt

Der Ausbau des Zeltplatz machte es notwendig, die bronzezeitliche Siedlung archäologisch zu dokumentieren. Auftraggeber: öffentliche Hand

2010: Langenamming; Lkr. Deggendorf

Ein sehr spannender Fundplatz mit einem Erdwerk der Münchhöfner Gruppe und einem Glockenbecherzeitlichem Bestattungsplatz konnte im Sommer 2010 ergraben werden. Auftraggeber: privat

2009 – 2012:  A4n, 2. und 3. Bauabschnitt bei Kerpen (Großprojekt)

Aufgrund des aktiven Tagebaus muss die Autobahn A4 neu verlegt werden. Verschiedene neolithische, eisenzeitliche und mittelalterliche Fundplätze wurden ergraben. Auftraggeber: Öffentliche Hand

2009 – 2010: Neubau, Umbau B8N

Aufgrund der Verlegung der Bundesautobahnen 8 und 288 im Raum Duisburg – Düsseldorf wurden auf der neuen Trasse an sechs Abschnitten archäologische Untersuchungen notwendig. Auftraggeber: öffentliche Hand

2008 – 2009: Gaimersheim, Lkr. Eichstätt (Großprojekt)

Der Voruntersuchung folgte in zwei Abschnitten die Hauptuntersuchung, die auch über das gesamte Winterhalbjahr stattfand. Die ergrabenen Befunde sind vor allem hallstatt- und latène-zeitlich, aber auch während des Neolithikums wurde der Platz stark besiedelt. Auf dem Areal konnten neben einer regen Siedlungstätigkeit auch Begräbnisplätze nachgewiesen werden. Auftraggeber: Öffentliche Hand

2009: Teupitz, Lkr. LDS

Erweiterungen des Telefonnetzes im Raum Teupitz, Groß Köris, erforderten die archäologische Betreuung, da vor allem die als "Begräbnisstätte der Bronzezeit" bekannten Fundplätze von der Baumaßnahme betroffen sein konnten. Dies bestätigte sich während der Leitungsverlegung jedoch nicht. Auftraggeber: privat

2009: Lübbenau, Lkr. Oberspreewald-Lausitz (innerstädtische Grabung)

Aufgrund von neuen TW/SW-Leitungen wurde im Altstadtgebiet von Lübbenau eine archäologische Betreuung notwendig. Sie erbrachte in den Gruben der neuen Schmutzwasserschächte die alte Holzstraße sowie die Brücke des heute umgeleiteten Kanals. Auftraggeber: privat

2009: Bad Liebenwerda, Lkr. Elbe-Elster (innerstädtische Grabung)

Der Brückenbau in der Hainischen Straße im Zuge des Baus der L59 musste archäologisch begutachtet werden, da es sich um eine innerstädtische Baumaßnahme handelte. Es konnte der Vorgängerbau der Brücke ausschnittsweise dokumentiert werden. Auftraggeber: öffentlich

2009: Kabeltrasse Windpark Groß Schacksdorf bei Forst (Lausitz), Lkr. Spree-Neiße

Das Stadtgebiet von Forst (Lausitz) und dessen Umgebung ist von zahlreichen bronzezeitlichen und eisenzeitlichen Fundstellen geprägt. Bei den Untersuchungen in der Kabeltrasse des Windparkes Groß Schacksdorf wurden bauvorbereitende Sondagen (Dokumentationsfläche 45 m²) und im Stadtgebiet Forst selbst baubegleitende Untersuchungen durchgeführt. Auftraggeber: privat

2008: Königs Wusterhausen, Lkr. Dahme-Spreewald

Die archäologische Voruntersuchung im Zuge des Baus einer Sporthalle und eines dazugehörigen Erdwärme-Sondenfeldes ergab in etwa der leitungsablegenden Tiefe einen mittelalterlichen/frühneuzeitlichen Horizont. Das Baufeld in der Brückenstraße 40/41 tangiert unmittelbar den Fundplatz 1 Königs Wusterhausens, der im Zuge des Baus einer Berufsschule Ende der 30-er Jahre des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde. Damalige Grabungen erbrachten einen kaiserzeitlichen Fundplatz.  Der Fundplatz konnte nicht wieder entdeckt werden, da er sich wohl östlich unter dem Parkplatz zum jetzigen Amtsgericht befindet. Auftraggeber: öffentlich

2008: Neuhausen, Lkr. Spree-Neiße

Aufgrund der Einbringung eines Abwassertanks wurden erneut Grabungen am Schloss Neuhausen notwendig. Aufgrund der Grundwasserabsenkung wurden dieses Mal eine größere Anzahl an Pfosten freigelegt und dokumentiert. (Siehe 2007 Neuhausen, Lkr. Spree-Neiße) Auftraggeber: privat

2007: Potsdam - Türkstraße

Die baubgleitende Ausgrabung vom April 2007 bis November 2007 in der Türkstraße direkt am Schiffahrtsamt erbrachte ein reiches Fundspektrum auf einer Fläche von ca. 1.200 m². Die gesamte Fläche wurde in natürlichen Schichten freigelegt. Die etwa 2000 Befunden streuten von der Moderne bis zur Jungsteinzeit und belegen eine intensive Siedlungstätigkeit auf dem Gebiet nahe der Havel. Neben Abfall- und Silogruben konnten Pfostenlöcher, Spatenspuren, ein Brunnen, ein Grubenhaus und weitere Siedlungsbefunde ergraben werden. Daneben belegen unter anderem Ackerspuren, Öfen sowie die slawische Pechgrube eine wirtschaftliche Nutzung des Areals. Die Fahrspuren und der Bohlenweg zeigen die Mobilität der früheren Siedler an. Das das gesamte Gebiet schon sehr früh als Begräbnisort genutzt wurde, belegen  Hockerbestattungen ebenso wie Urnenbestattungen und die Körperbestattungen in gestreckter Rückenlage. Der wohl attraktivste Befund der Grabung ist das vermutlich 4200 Jahre alte Grab eines jungen Mannes, welches im Block geborgen wurde (von den Medien Pötzi genannt).                            Das Fundmaterial aus der Steinzeit bis zur Eisenzeit umfasst vor allem Keramik und Flint. Daneben treten einige Steingeräte, wie Felsgesteinbeil und Netzsenker auf. Eisen- und Bronzeschlacke zeigt eine Verarbeitung der Materialen auf dem Gelände auf, obwohl bis auf ein bronzenes Nadelfragment wohl als Halterung einer Fibel und einer kleinen Bronzespirale keine metallenen Gegenstände geborgen werden konnten. Die slawische Besiedlung ist ebenfalls durch eine größe Befund- und Funddichte belegt. So konnte neben der Pechgrube ein Grubenhaus gefunden werden. Ein Spinnwirtel sowie mehrere fast vollständig erhaltene Gefäße gehören ebenfalls in den slawischen Kontext. Das Mittelalter konnte für das Areal durch die typische harte Grauware erstmals in größerem Umfang fassbar gemacht werden. Dies belegt auch eine Besiedlung im 12./13. Jahrhundert. Aufgrund der Nähe zum Havelufer und der vielen Netzsenker aus dieser Zeit könnte es sich dabei um eine Ansiedlung von Fischern gehandelt haben. Aus der Neuzeit ist viel Glas vorhanden, das von Fensterscheiben stammt und zum Ess- und Trinkgeschirr gehörte sowie dekorativen Zwecken diente. Auch Porzellan kam vielfach zu Tage. Auftragger: öffentlich

2007: Neuhausen, Lkr. Spree-Neiße

Das Schloss Neuhausen im gleichnamigen Ort liegt etwa 12 km südöstlich von Cottbus. Es wird derzeit liebevoll durch den "jugendKULTURtransfer Schloss Neuhausen e.V." restauriert. Aufgrund einer Medienneuverlegung wurde im Park bzw. ehemaligen Bereiches des Wassergrabens eine Leitungstrasse geöffnet. Die archäologische Begleitung erbrachte neben allerlei neuzeitlicher Kuriositäten, wie einem Metallkamm oder einer Sicherung, auch mittelalterliche Keramik zum Vorschein, die eine frühere Besiedlung des Schlossareals belegen und die in den Quellen erwähnte Wasserburg des 13. Jahrhunderts ein Stück lebendig werden lassen. Auftraggeber: privat
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2014: Lastrup, Linderner Straße;

Gebiet B-Plan 71; Lkr. Cloppenburg

Laut Prospektion der Fläche sollte eine größere eisenzeitliche Siedlung zu ertwarten sein. Nach Abzug des Oberbodens auf der gesamten ca. 27.000 m² großen Fläche wurde aber ersichtlich, dass es sich um einen wenig genutzen Außenbereich einer Siedlung handelte. Die wenigen Befunde konnten anhand des Fundmaterials einem Wirtschaftsareal einer spätbronzezeitichen bzw. früheisenzeitlichen Siedlung zugeordnet werden. Auftraggeber: öffentliche Hand

2012 – 2013: Berlin, Breite Straße

Die Grabung im Regierungsviertel - im Herzen Berlins - deckte die Reste der Kellerräume des Kaufhauses Herzog, das seinerzeit größte Warenhaus Europas, auf. Der hier erhaltene Tresor und Reste des Fahrstuhls zeigen die moderne Ausstattung seiner Zeit. Dass die Vorgängerbauten bis ins 14. Jh. zurückverfolgt werden können, zeigen einzelne Mauer- und Pfeilerreste anhand ihres Ziegelformates und des Verbaus. Hilfreich für die klare Strukturierung der Gebäudereste war die Anwendung des Raumbuchkonzeptes in der Archäologie. weiterlesen: Tagesspiegel 12.03.2013; Tagesspiegels vom 25.07.2013 Der internationale Street Art Künstler JR nahm die Grabung im Juli 2013 zum Anlass in seinem Projekt "The Wrinkles of the City" der älteren Generation mit riesigen Schwarz-Weiß Fotografien zu gedenken. Sein Protagonist blickt am alten DDR-Bauministerium auf die Veränderung Berlins, die durch die Ausgrabung besonders deutlich wird. (weitere Infos www.museum-frieder-burda.de) Auftraggeber: öffentliche Hand

2012 – 2013: Baugebiet Helms Esch 3.

und 4. BA, Essen (Oldenburg); Lkr.

Cloppenburg

Ein dichtbebauter mittelalterlicher Fundplatz zeigte sich während der bauvorbereitenden Grabungen. Die Pfostenstellungen der mittelalterlichen Häuser sowie die Holzbrunnen zeigen eine längere intensive Nutzung des Gebietes im Hochmittelalter. Auftraggeber: öffentliche Hand

2013: Nörvenich, Wissersheim; Kreis

Düren

Auf dem Gelände des Kiesabbaus war ein kleiner Fundplatz aufgedeckt worden. Neben Gräben, Pfostengruben und Gruben ohne nähere Ansprache konnten 13 Gräber aufgedeckt werden. Auftraggeber: privat

2013: Siegburg, Abtei St. Michaelsberg

Suchschnitte sollten klären, ob durch die Neubebauung im Bereich der Abtei Reste der im 17. Jh. errichteten schwedischen Befestigungsanlage vorhanden sind. Auftraggeber: privat weiterlesen: Generalanzeiger Bonn 27.05.2013

013: Ortsumgehung B 68, Essen

(Oldenburg), Lkr. Cloppenburg

Die bauvorbereitende Grabung fand aufgrund des geplanten Brückenneubaus bei der Umverlegung der B68 statt. Areal erbrachte eine (vorwiegend?) früheisenzeitliche und hochmittelalterliche Fundstelle. Die wenigen Funde und die nicht sehr gute Befunderhaltung weisen auf einen schon stark abgetragenen Fundplatz hin. Die Befunde deuten wie auch die Fundarmut auf ein wirtschaftliches Areal hin. In 16 Befunden wurde Holzkohle hergestellt. Darunter war ein rechteckiger Meiler, der zu den mittelalterlichen Funden passt. Vier große Befunde konnten als mögliche Werkgruben angesprochen werden. 34 Pfostengruben und 4 Pfostengruben mit Pfostenstandspuren ohne näheren Zusammenhang zeigen eine teilweise Bebauung des Fundplatzes. Auftrageber: öffentliche Hand

2011: Warle, Lkr. Wolfenbüttel

Die Reste der mittelneolithischen Siedlung weisen mit ihrem Fundgut in die Zeit des MN IV, jedoch besteht die Mehrzahl der Befunde aus Pfostengruben ohne Material. Dies und die Lage hangabwärts am Bachlauf lassen vermuten, dass es sich hier um den Wirtschaftsbereich der Siedlung handelte. Große, fast fundleere Gruben verweisen auf Lehmentnahmegruben zur Herstellung von Lehmverputz und Keramik. Auftraggeber: privat

2010/2011: Zeltplatzerweiterung bei

der Hammermühle, Altendorf; Lkr.

Eichstätt

Der Ausbau des Zeltplatz machte es notwendig, die bronzezeitliche Siedlung archäologisch zu dokumentieren. Auftraggeber: öffentliche Hand

2010: Langenamming; Lkr. Deggendorf

Ein sehr spannender Fundplatz mit einem Erdwerk der Münchhöfner Gruppe und einem Glockenbecherzeitlichem Bestattungsplatz konnte im Sommer 2010 ergraben werden. Auftraggeber: privat

2009 – 2012:  A4n, 2. und 3.

Bauabschnitt bei Kerpen (Großprojekt)

Aufgrund des aktiven Tagebaus muss die Autobahn A4 neu verlegt werden. Verschiedene neolithische, eisenzeitliche und mittelalterliche Fundplätze wurden ergraben. Auftraggeber: Öffentliche Hand

2009 – 2010: Neubau, Umbau B8N

Aufgrund der Verlegung der Bundesautobahnen 8 und 288 im Raum Duisburg – Düsseldorf wurden auf der neuen Trasse an sechs Abschnitten archäologische Untersuchungen notwendig. Auftraggeber: öffentliche Hand

2008 – 2009: Gaimersheim, Lkr.

Eichstätt (Großprojekt)

Der Voruntersuchung folgte in zwei Abschnitten die Hauptuntersuchung, die auch über das gesamte Winterhalbjahr stattfand. Die ergrabenen Befunde sind vor allem hallstatt- und latène-zeitlich, aber auch während des Neolithikums wurde der Platz stark besiedelt. Auf dem Areal konnten neben einer regen Siedlungstätigkeit auch Begräbnisplätze nachgewiesen werden. Auftraggeber: Öffentliche Hand

2009: Teupitz, Lkr. LDS

Erweiterungen des Telefonnetzes im Raum Teupitz, Groß Köris, erforderten die archäologische Betreuung, da vor allem die als "Begräbnisstätte der Bronzezeit" bekannten Fundplätze von der Baumaßnahme betroffen sein konnten. Dies bestätigte sich während der Leitungsverlegung jedoch nicht. Auftraggeber: privat

2009: Lübbenau, Lkr. Oberspreewald-

Lausitz (innerstädtische Grabung)

Aufgrund von neuen TW/SW-Leitungen wurde im Altstadtgebiet von Lübbenau eine archäologische Betreuung notwendig. Sie erbrachte in den Gruben der neuen Schmutzwasserschächte die alte Holzstraße sowie die Brücke des heute umgeleiteten Kanals. Auftraggeber: privat

2009: Bad Liebenwerda, Lkr. Elbe-

Elster (innerstädtische Grabung)

Der Brückenbau in der Hainischen Straße im Zuge des Baus der L59 musste archäologisch begutachtet werden, da es sich um eine innerstädtische Baumaßnahme handelte. Es konnte der Vorgängerbau der Brücke ausschnittsweise dokumentiert werden. Auftraggeber: öffentlich

2009: Kabeltrasse Windpark Groß

Schacksdorf bei Forst (Lausitz), Lkr.

Spree-Neiße

Das Stadtgebiet von Forst (Lausitz) und dessen Umgebung ist von zahlreichen bronzezeitlichen und eisenzeitlichen Fundstellen geprägt. Bei den Untersuchungen in der Kabeltrasse des Windparkes Groß Schacksdorf wurden bauvorbereitende Sondagen (Dokumentationsfläche 45 m²) und im Stadtgebiet Forst selbst baubegleitende Untersuchungen durchgeführt. Auftraggeber: privat

2008: Königs Wusterhausen, Lkr.

Dahme-Spreewald

Die archäologische Voruntersuchung im Zuge des Baus einer Sporthalle und eines dazugehörigen Erdwärme-Sondenfeldes ergab in etwa der leitungsablegenden Tiefe einen mittelalterlichen/frühneuzeitlichen Horizont. Das Baufeld in der Brückenstraße 40/41 tangiert unmittelbar den Fundplatz 1 Königs Wusterhausens, der im Zuge des Baus einer Berufsschule Ende der 30-er Jahre des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde. Damalige Grabungen erbrachten einen kaiserzeitlichen Fundplatz.  Der Fundplatz konnte nicht wieder entdeckt werden, da er sich wohl östlich unter dem Parkplatz zum jetzigen Amtsgericht befindet. Auftraggeber: öffentlich

2008: Neuhausen, Lkr. Spree-Neiße

Aufgrund der Einbringung eines Abwassertanks wurden erneut Grabungen am Schloss Neuhausen notwendig. Aufgrund der Grundwasserabsenkung wurden dieses Mal eine größere Anzahl an Pfosten freigelegt und dokumentiert. (Siehe 2007 Neuhausen, Lkr. Spree-Neiße) Auftraggeber: privat

2007: Potsdam - Türkstraße

Die baubgleitende Ausgrabung vom April 2007 bis November 2007 in der Türkstraße direkt am Schiffahrtsamt erbrachte ein reiches Fundspektrum auf einer Fläche von ca. 1.200 m². Die gesamte Fläche wurde in natürlichen Schichten freigelegt. Die etwa 2000 Befunden streuten von der Moderne bis zur Jungsteinzeit und belegen eine intensive Siedlungstätigkeit auf dem Gebiet nahe der Havel. Neben Abfall- und Silogruben konnten Pfostenlöcher, Spatenspuren, ein Brunnen, ein Grubenhaus und weitere Siedlungsbefunde ergraben werden. Daneben belegen unter anderem Ackerspuren, Öfen sowie die slawische Pechgrube eine wirtschaftliche Nutzung des Areals. Die Fahrspuren und der Bohlenweg zeigen die Mobilität der früheren Siedler an. Das das gesamte Gebiet schon sehr früh als Begräbnisort genutzt wurde, belegen  Hockerbestattungen ebenso wie Urnenbestattungen und die Körperbestattungen in gestreckter Rückenlage. Der wohl attraktivste Befund der Grabung ist das vermutlich 4200 Jahre alte Grab eines jungen Mannes, welches im Block geborgen wurde (von den Medien Pötzi genannt).                            Das Fundmaterial aus der Steinzeit bis zur Eisenzeit umfasst vor allem Keramik und Flint. Daneben treten einige Steingeräte, wie Felsgesteinbeil und Netzsenker auf. Eisen- und Bronzeschlacke zeigt eine Verarbeitung der Materialen auf dem Gelände auf, obwohl bis auf ein bronzenes Nadelfragment wohl als Halterung einer Fibel und einer kleinen Bronzespirale keine metallenen Gegenstände geborgen werden konnten. Die slawische Besiedlung ist ebenfalls durch eine größe Befund- und Funddichte belegt. So konnte neben der Pechgrube ein Grubenhaus gefunden werden. Ein Spinnwirtel sowie mehrere fast vollständig erhaltene Gefäße gehören ebenfalls in den slawischen Kontext. Das Mittelalter konnte für das Areal durch die typische harte Grauware erstmals in größerem Umfang fassbar gemacht werden. Dies belegt auch eine Besiedlung im 12./13. Jahrhundert. Aufgrund der Nähe zum Havelufer und der vielen Netzsenker aus dieser Zeit könnte es sich dabei um eine Ansiedlung von Fischern gehandelt haben. Aus der Neuzeit ist viel Glas vorhanden, das von Fensterscheiben stammt und zum Ess- und Trinkgeschirr gehörte sowie dekorativen Zwecken diente. Auch Porzellan kam vielfach zu Tage. Auftragger: öffentlich

2007: Neuhausen, Lkr. Spree-Neiße

Das Schloss Neuhausen im gleichnamigen Ort liegt etwa 12 km südöstlich von Cottbus. Es wird derzeit liebevoll durch den "jugendKULTURtransfer Schloss Neuhausen e.V." restauriert. Aufgrund einer Medienneuverlegung wurde im Park bzw. ehemaligen Bereiches des Wassergrabens eine Leitungstrasse geöffnet. Die archäologische Begleitung erbrachte neben allerlei neuzeitlicher Kuriositäten, wie einem Metallkamm oder einer Sicherung, auch mittelalterliche Keramik zum Vorschein, die eine frühere Besiedlung des Schlossareals belegen und die in den Quellen erwähnte Wasserburg des 13. Jahrhunderts ein Stück lebendig werden lassen. Auftraggeber: privat